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Die Top Sehenswürdigkeiten bei einer Städtereise nach Quedlinburg

Kompaktinfos rund um Quedlinburg – Stadt des Fachwerkbaus

Quedlinburg ist eine am Flüsschen Bode (Nebenarm der Saale) gelegene Kleinstadt nördlich des Harzes im Bundesland Sachsen-Anhalt. Mit knapp 25.000 Bewohnern ist die Einwohnerzahl überschaubar, doch steht das architektonische Erbe von Quedlinburg seit 1994 auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Markant ist vor allem die historische Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen, den verwinkelten Gassen, kleinen Plätzen und insgesamt mehr als 2.000 Fachwerkhäusern. Im Harzvorland gelegen befindet sich Quedlinburg rund 50 Kilometer südlich von der Landeshauptstadt Magdeburg.

Die Geschichte der Stadt reicht weit zurück – erste Siedlungsspuren führen bis in die Altsteinzeit, wobei die Gegend aufgrund der ertragreichen Böden durchwegs besiedelt war. Das machen auch mehrere Grabanlagen deutlich, etwa Begräbnishügel aus der Epoche des Neolithikums, welche rund 12.000 Jahre zurück liegt. Ende des 10. Jahrhunderts wurde das Stadtrecht verliehen und bis ins 12. Jahrhundert hinein war Quedlinburg die königliche Osterpfalz der ottonischen Herrscher. Über 900 Jahre lang war die Stadt zudem der Sitz eines Damenstifts.

 

Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit galt Quedlinburg als aufstrebende Stadt, die erste wirtschaftliche Erfolge vorweisen konnte, wobei ein erheblicher städtebaulicher Aufschwung während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) stattfand. Im weiteren Verlauf entwickelte sich im 19. Jahrhundert Wohlstand vor allem durch die aufkommende Blumen- und Saatgutzucht, erkennbar u.a. an den Jugendstil-Villen. Nennenswerte Zerstörungen durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg gab es zum Glück kaum, doch verfiel zu DDR-Zeiten die Altstadt langsam, da man mit der Restaurierung nicht nachkam. Mit der Wende hat sich dies allerdings geändert und Quedlinburg erstrahlt in neuem Glanz. Heute stellt der Tourismus eine der wichtigsten wirtschaftlichen Größen für die Stadt dar.

Die Vorgeschichte der Stadt Quedlinburg reicht bis in die Altsteinzeit zurück

Seit 1994 gehört die im Bundesland Sachsen-Anhalt gelegene Kleinstadt Quedlinburg zum UNESCO Weltkulturerbe
Foto: rikkerst / pixabay

Quedlinburg – was sollte man bei der Städtereise gesehen haben?

Quedlinburg kann als touristische Attraktion nahe des Harzes bezeichnet werden, da es über eine Vielzahl an Museen, Galerien und Archiven verfügt, darunter das Schlossmuseum, das Klopstockhaus sowie das Fachwerkmuseum Ständerbau. Die bekannte Lyonel-Feiniger-Galerie ist eine von vier Galerien in der Stadt, in welcher das Werk des New Yorker Bauhaus Künstlers gezeigt wird. Ferner laden u.a. das Eisenbahn- und Spielzeugmuseumsowie das Münzenbergmuseum, welches die Geschichte des mittelalterlichen Marienklosters auf dem Münzenberg darlegt, zu einem Besuch sein.

Definitiv sehenswert sind auch die unterschiedlichen Kirchen Quedlinburgs, wobei Bauwerke aus mehreren Epochen vertreten sind: Romanik (z.B. Stiftskirche St. Servatii), Gotik (etwa St. Aegidii und St. Nikolai) aber auch Neugotik (beispielsweise St. Mathilde).

Charakteristisch für das Stadtbild Quedlinburgs ist die umfangreich vorhandenen Fachwerkbauten im historischen Stadtkern, welche unter Denkmalschutz stehen. Von den rund 1.200 denkmalgeschützten Fachwerkhäusern wurden bereits mehr als die Hälfte aufwendig restauriert. Besonders für eine Besichtigung relevante Fachwerkbauten sind etwa das Gildehaus Zur Rose, die Börse, das Lohgerberhaus, das Haus Grünhagen aber auch dieSchlossmühle Quedlinburg. Ferner gibt es imposante Steinbauten zu bestaunen, darunter der Steinerne Rathausbau aus dem 13./14. Jahrhundert und ebenso das im 16. und 17. Jahrhundert erbaute Quedlinburger Stadtschloss.

Einige Türme der Stadtmauer von Quedlinburg sind noch gut erhalten, darunter der Schreckensturm

In Quedlinburg gibt es mehr als 2.000 Fachwerkbauten, rund 1.200 davon sind denkmalgeschützt
Foto: Rolf Handke / pixelio.de

 

Gut erhalten ist die mittelalterliche Stadtmauer mit ihren Stadttürmen, wobei den unheimlichsten Turm wohl der Schreckensturm mit Folterkammer und Verlies darstellt. Von den einstmals elf Wachtürmen im Umland des Altstadtkerns sind sechs bis heute erhalten, u.a. die Bicklingswarte und dieLethwarte. Quedlinburg nennt aber auch Parkanlagen sein Eigen, darunter der Brühl, ein altes Waldstück, sowie der neu gestaltete Historische Abteigarten. Die Stadt lockt aber auch mit einem ausführlichen Veranstaltungsprogramm während des Jahreslaufs, darunter etwa der Kaiserfrühling zu Ostern und Pfingsten, ein mittelalterliches Spektakel in der Altstadt, oder auch der Quedlinburger Musiksommer. Den auswärtigen Gästen stehen in Quedlinburg rund 20 Pensionen und 18 Hotels als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung.

 



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